“Hitlerputsch 1923 – Das Tagebuch der Paula Schlier” am 01.04.2025 im 3SAT

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 119-1426 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5415948

01.04.2025,

3SAT, 23.10: Hitlerputsch 1923 – Das Tagebuch der Paula Schlier, Doku, 2023

“Die Dokumentation mit Spielszenen “Hitlerputsch 1923 – Das Tagebuch der Paula Schlier” zeichnet die Erlebnisse einer jungen Frau in den dramatischen Tagen des Putschversuches durch Adolf Hitler und seiner Gefolgschaft nach. Deutschland im Herbst 1923. Das Land ist pleite, die Inflation steigt in schwindelerregende Höhen. Die Menschen hungern und leiden unter den Folgen des Ersten Weltkriegs, die politischen Verhältnisse sind instabil: der perfekte Nährboden für Hitlers nationalsozialistische Bewegung. In dieser Zeit schleicht sich die 24-jährige Paula Schlier undercover in die Redaktion des Völkischen Beobachters, dem Kampfblatt der NSDAP, ein. Sie bewirbt sich dort als Schreibkraft und sammelt heimlich Material über Hintergründe, Pläne und Aktivisten der nationalsozialistischen Bewegung, weil sie den um sich greifenden Nationalsozialismus ergründen und Hitlers Bewegung entlarven möchte. Ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Eindrücke notiert sie in ihrem Tagebuch, das Jahre später als “Petras Aufzeichnungen oder Konzept einer Jugend nach dem Konzept der Zeit” veröffentlicht wird. Ihr Verleger hatte ihr zu diesem Titel geraten. Im November 1923 überstürzen sich die Ereignisse. Plötzlich befindet sich Paula Schlier inmitten eines Staatsstreichs. Sie erlebt hautnah mit, wie der Propagandist Adolf Hitler und seine Partei die politische Instabilität nützen und am 8./9. November 1923 den Putschversuch gegen die demokratische Die 24-jährige Schauspielerin Lea van Acken (bekannt u. a. aus “Dark”, “Tatort”, “Homeland”, “Das Tagebuch der Anne Frank”) spielt die Rolle der Paula Schlier. “Ich finde es beeindruckend, dass Paula Schlier in einer Zeit, in der Frauen noch sehr wenig zu sagen hatten und sich selten politisch geäußert haben, sich selbst auf den Weg gemacht hat, um etwas herauszufinden, und sich dafür sogar in Gefahr gebracht hat – das ist einfach etwas Besonderes und heute leider auch noch aktuell.” “Paula Schlier war eine mutige Frau”, so die Herausgeberinnen von Paula Schliers Tagebuch, die Literaturwissenschaftlerinnen Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider vom Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. “Sie gilt als eine der ersten investigativen Journalistinnen und eine der wichtigsten weiblichen Stimmen gegen den Nationalsozialismus im deutschsprachigen Raum.” Nichtsdestotrotz ist ihr Werk weitestgehend in Vergessenheit geraten. Paula Schlier starb 1977 im oberbayerischen Bad Heilbrunn. DOX – DER DOKUMENTARFILM IM BR ” (prisma.de)

mehr TV

Der Prozess zum Hitler-Ludendorff-Putsch: Große Bühne für Hitler

Bildquelle: Von Ralf Roletschek (talk) - Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22161731

“Eigentlich sollte der Hochverräter Adolf Hitler im Verfahren am Münchner Volksgericht im Februar und März 1924 bestraft werden. Doch dank eines nachsichtigen Richters schaffte es der NSDAP-Chef, seine Niederlage an der Feldherrenhalle in einen Sieg zu verwandeln.

Für den Hauptangeklagten war der Prozess das Beste, was ihm passieren konnte. Am 26. Februar 1924 begann in München das Strafverfahren gegen Adolf Hitler und acht Mitangeklagte wegen ihres Putschversuches. Der war zwar am 9. November 1923 auf desaströse, ja peinliche Weise gescheitert – doch das juristische Nachspiel drehte die Niederlage faktisch in einen Erfolg.

Seit Inkrafttreten der Reichsverfassung von 1919, spätestens aber seit dem Gesetz zum Schutz der Republik 1922 lag die juristische Zuständigkeit für Verfahren wegen Hochverrats in Deutschland bei der Reichsjustiz – zunächst beim Reichsgericht Leipzig, dann beim eigens eingerichteten Staatsgerichtshof…” (welt.de)

mehr

Ernst Hanfstaengl: Putzi ist der Mann, der Hitler Manieren beibrachte

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-R41953 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5368413

focus.de:
“Ernst „Putzi“ Hanfstaengl war Harvard-Absolvent und Kunsthändler in New York. Dann kehrte er nach München zurück, lernte Adolf Hitler kennen und half ihm bei Kontakten zur feineren Gesellschaft. Später aber zerbrach das Verhältnis…”

mehr

08.11.1923: Hitler-Putsch

Bildquelle: Hitler mit Teilnehmern des Hitler-Ludendorff-Putsches (1924) (Wikipedia: Commons Bundesarchiv)

Hitler-Putsch in München:
NSDAP- Parteiführer Adolf Hitler ruft die “nationale Revolution” im “Münchener Bürgerbräukeller” aus.
Unterstützt wird er dabei insbesondere durch Erich Ludendorff.

LeMO

mdr.de









09.11.1923: Hitler-Putsch wird niedergeschlagen.

Bildquelle: Hitler-Putsch, München, Odeonsplatz (Wikipedia: Commons Bundesarchiv)

Niederschlagung des Hitler-Putsches:
Beim Zug zur Münchener Feldherrenhalle liefern sich Putschisten und bayrische Polizei Gefechte.
Am Ende wird der Putsch niedergeschlagen, Bilanz: 20 Tote.
Ludendorff wird sofort, Hitler wenige Tage später verhaftet.